Auf dieser Seite haben wir Fragen und Antworten zusammengestellt, die im Laufe des Projektes an uns herangetragen worden sind.

Was genau heißt Immersion und woher stammt dieser Begriff?
[Eine ausführliche Antwort finden Sie hier]



Gibt es wissenschaftliche Studien zur Immersion?
Ja, die gibt es. Eine längerfristige Studie wurde zum Beispiel zwischen 1999 bis 2004 in Baden-Württemberg durchgeführt, als dort Englisch und Französich ab der ersten Klasse eingeführt wurden. Wenn Sie mehr über Inhalt und Aufbau dieser Studie erfahren wollen, lesen Sie bitte [das Interview], das Elisabeth Herles für die Gingko-Foundation mit der Leiterin der Studie Professorin Erika Werlen geführt hat. Außerdem finden Sie unter dem Menüpunkt "Links" weitere Verweise auf wissenschaftliche Forschungsprojekte zu diesem Thema.



Ich habe gehört, es gibt die Möglichkeit über die EU Sprachassistenzkräfte im Kindergarten anzustellen. Stimmt das und wo finde ich Informationen dazu?
[Eine ausführliche Antwort finden Sie hier]



Ich möchte selber ein solches bilinguales Projekt ins Leben rufen. Wo finde ich Unterstützung?
Bei ersten Fragen und Schwierigkeiten helfen wir gerne. Schreiben Sie uns einfach eine Mail, wenn Sie ein solches Projekt planen. Viele Informationen und nützliche Tipps bieten auch die Websiten des [German Institute for immersive learning (Gifil)] in Hamburg und des Kieler [Vereines für frühe Mehrsprachigkeit in Kindertagesstätten und Schulen (FMKS)]. Einen guten Einstieg in die Thematik bietet Ihnen außerdem [unser Interview] mit der ersten Vorsitzenden des FMKS Dr. Annette Lommel. Ansonsten finden Sie weitere Anlaufstellen unter dem Menüpunkt "Links".



Ich habe leider keine Möglichkeit mein Kind in einen bilingualen Kindergarten zu geben. Ist jetzt im Punkto Spracherwerb bereits alles verloren?
Natürlich nicht. Es gibt viele Wege, auch später noch eine fremde Sprache zu erlernen: Durch Auslandsaufenthalte während der Schulzeit und später im Studium oder als Aupair. Und natürlich auch durch zusätzlichen Sprachunterricht mit Schwerpunkt auf dem Sprachverständnis und der Kommunikation. Die Immersion hat eben nur den Vorteil, dass sie so früh einsetzt und die Sprache im Kindesalter so nebenbei ohne Unterricht gelernt wird. Je älter wir werden, desto härter müssen wir für den Spracherwerb pauken. Und oft nehmen mit den Jahren die Angst und die Hemmungen zu, Fehler beim Sprechen zu machen.



Können die Kinder nach den drei Jahren in der bilingualen Kita fließend Englisch sprechen?
Mit Sicherheit können wir diese Frage für unser Projekt noch nicht beantworten, wir stehen noch ganz am anfang. Erfahrungen aus anderen Kitas aber zeigen, das die Kinder nach drei Jahren nicht in der Lage sind fließend zu sprechen. Aber ihr Hörverständnis für die englische Sprache ist bereits sehr gut entwickelt und sie haben bereits ein großes englisches Vokabular. Und sie sind gut darauf vorbereitet eine weiterführende bilinguale Grundschule, wenn möglich, zu beuschen. Manche Kinder führen auch bereits kleine Unterhaltungen auf Englisch. Wieviel ein Kind von diesem freiwilligen Sprachangbot mitnimmt, ist auch immer Typsache und auch eine Frage der Sympathie. Manche Kinder werden sicherlich die Nähe der Muttersprachlerin im Kindergarten suchen, einfach, weil sie sie mögen. Andere gehen vielleicht auf Abstand. Wir sind selber gespannt auf den Verlauf des Projektes. Wenn Sie unsere Neugier teilen, können Sie die Entwicklungen ins unserem Logbuch verfolgen.



Ist es unbedingt notwendig, eine Muttersprachlerin für ein solches bilinguales Projekt einzustellen?
Unbedingt notwendig ist es nicht, nein. Aber wünschenswert, sollen doch die Kinder einen möglichst authentischen ersten Eindruck von der englischen Sprache gewinnen. Sofern man keinen Muttersprachler für ein solches Projekt gewinnen kann, sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die eingestellte Person die englische Sprache wirklich fließend und fehlerlos spricht.



Englisch lernen bereits im Kindergarten - setze ich mein Kind damit nicht nicht viel zu früh unter Leistungsdruck?
Nein. Die immersive Methode arbeitet ohne Druck und Unterrichtssituation. Das Angebot an die Kinder ist freiwillig und setzt auf die natürliche Neugier der Kinder. Sie sollen einfach einen ersten, authentischen Eindruck von der fremden Sprache mit sich nehmen und ein Gespür für ihren Rhythmus und ihre Intonation.



Was ist mit Kindern mit Migrationshintergrund - geraten diese in einem immersiven Kindergarten nicht noch stärker ins Hintertreffen?
Offenbar nicht. Erste Erfahrungen in anderen Kindergärten haben gezeigt, dass das Selbstvertrauen von Kindern mit Migrationshintergrund durch die Immersion sogar gestärkt wurde. Zu erleben, dass die deutschsprachigen Kinder am
Anfang bei einer neuen Sprache mit den gleichen Schwierigkeiten kämpfen wie sie selbst, rückt für sie vieles gerade.



Die Kita am Diezelweg ist dreizügig. Warum wurde nur in der Gruppe 1 ein bilingualer Zweig eingerichtet?
Der Grund dafür ist - wie so oft - das liebe Geld. Die Mittel der Stiftung reichen nur für die Unterstützung einer Gruppe. Es gibt aber bereits Bestrebungen der Eltern, Sponsoren für einen Ausbau des Projektes zu finden.



Gibt es Forschungergebnisse zu diesem Thema und wo finde ich diese?
Unter dem Menü-Punkt "Links" haben wir interessante Webseiten zum Thema Immersion und Bilingualität zusammengestellt.